Aktuelle Marktinformationen

Verlängerung des OPEC+ Deals bis Ende Juli 2020

Die OPEC hat im April gemeinsam mit Russland mit einer wesentlichen Kürzung der Fördermengen auf den Schwund der Nachfrage reagiert. Dieser Schritt war der zentrale Faktor, dass sich der Rohölpreis in der Zwischenzeit deutlich erholt hat und die Balance zwischen Angebot und Nachfrage sich langsam aber sicher wieder einzupendeln scheint. Die OPEC Staaten haben sich mit Russland darauf geeinigt, die aktuelle Förderbeschränkung bis Ende Juli 2020 beizubehalten und erst im Anschluss eine Lockerung zu diskutieren.

Der Preis für ein Fass Rohöl eröffnet die neue Handelswoche bei USD 40.80. In Europa handelt Rohöl der Sorte Brent bei USD 43.44. Analysten zeigen sich überrascht, dass die OPEC Mitgliedsstaaten sich gut an die Vorgaben zu den Förderquoten halten und der Markt sich schneller als erwartet an die tiefere Nachfrage angleicht. Dieser Schritt erfolgt natürlich auch sehr im Eigeninteresse der Förderer, weil nur ein höherer Ölpreis den Cashflow der eigenen Haushaltbudgets sicherstellt.

Aus unserer Optik ist es erstaunlich, wie robust sich der Aktienmarkt den konjunkturellen Unwegbarkeiten stellt. In den USA steigt die Zahl der Neuinfektionen täglich auf einen neuen Rekordwert, in Südamerika hat Brasilien die Lage schon länger nicht mehr unter Kontrolle und in Südafrika hat COVID-19 trotz hartem Lockdown im März und April sich hartnäckig gehalten und mit über 10 000 Neuinfektionen am Tag zählt auch der Südzipfel Afrikas zu den besonders betroffenen Regionen. Die Realwirtschaft sollte - und wird wahrscheinlich auch - mit voller Härte getroffen. Die Kursentwicklung an den Aktienmärkten spiegelt diese Wahrnehmung nur bedingt und auch der Ölpreis scheint davon zurzeit zu profitieren.

Für den Ölpreis gehen wir davon aus, dass mittelfristig die weitere Entwicklung von COVID-19 das zentrale Element für die Preisbildung sein dürfte. Nach den Kursgewinnen der letzten Wochen wären wir überrascht, wenn ohne zwischenzeitlichen Rücksetzer die Preiserholung ihre Fortsetzung finden würde. Gleichzeitig gilt nach wie vor die Feststellung, dass das absolute Preisniveau im langjährigen Vergleich nach wie vor ein Kauf ist.

US-DollarCHF 0.94
Rheinfrachten    CHF 15.50 pro Tonne
Aktualisiert09.07.2020

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